Emscher Kanal Umbau

Rekonstruktion des Emscher Kanals

Der Landwehrbachkanal wird für viel Geld gebaut. Der Emscher-Umbau hat handfeste Vorteile für die Natur: Projekt- und Tragwerksplanung für den Umbau der Emscher-Mündung. Nach einem Monat ist der große Abwasserkanal um Karnap fertig. Die Emscher Kanalisation ist ein Projekt der Superlative.

Kanal Emscher

Der Emscher Kanal ist in seiner extremen Tiefe zwar technologisch aufwendig, hat aber viele Vorzüge. Die Tiefe ermöglicht außerdem den Anschluss der Nebenkanäle aus den lateralen Sekundäreinzugsgebieten der Emscher an einem freien Steilhang. Die Emscher Kanalisation wurde als Stahlbeton-Kanal ausgeführt. Das zukünftige Abwasser fordert den Kanal in einem hohen Maß, so dass bereits in der Planung klare Lösungen für Werkstofffragen, Korrosionsschutzfragen, Belüftung und auch Arbeitssicherheit zu finden waren.

Der Emscher Kanal hat eine Mindestlebensdauer von 100 Jahren. Eine Speziallösung hat die EMSCHERGENOSSENSCHAFT für die System- und Arbeitssicherheit des Emscher Kanals entwickelt, der als Einrohrkanalsystem ausgeführt ist. Bei Ausfall eines Kanalabschnitts wird das Schmutzwasser mit Hilfspumpen und vorläufig gelegten Druckleitungen abtransportiert. Grenzwerte dieser Lösungen sind 3 m³/s Durchfluss und 25 m Tiefe.

Bei Überschreitung dieser Grenzwerte wird der Emscher Kanal bereits als Doppelrohrkanal ausgeführt.

Die Konvertierung

Die Umrüstung des Emscher-Systems ist eine Aufgabenstellung mit außergewöhnlichen Ausmaßen. Bis dahin wird jedoch eine ganze Gegend ihr Erscheinungsbild verändern, nicht nur durch naturnahe Umgestaltung der Wasserflächen mit einem hohen Erholungswert, sondern auch durch eine große Anzahl von Vorhaben in den Anrainergebieten.

Dabei hilft uns eines: Wir sind nicht allein, sondern werden von vielen Kooperationspartnern getragen. Die Europäische Union bis hin zu den lokalen Behörden in der Umgebung gibt es auf allen Stufen Partner, die ihre Vorhaben finanziell unterstützen oder mit unseren Wiederaufbaumaßnahmen verknüpfen.

Wichtiger Schritt beim Emscher-Umbau: Der riesige Kanal wird ab Sept. 2018 nach und nach in Betrieb genommen.

Nach neun Jahren des Spatenstichs ist es endlich soweit: Die heutige Etappe zwischen Dortmund und Bottrop will die neue Anlage ab 9. Oktober 2018 nach und nach in Betrieb sein. Das Emscher Abwasser wird über eine Strecke von 35 Kilometer sukzessive abgeleitet, so dass der Strom in den nächsten Jahren immer reiner wird.

Mehr als eine halben Mrd. EUR hat die Em-schergenossenschaft in diesen Teil des europaweit fortschrittlichsten Abwassersystems investiert. "Das wird einer der grössten Erfolge in der Entstehungsgeschichte der Emscher-Umwandlung sein. Die Emscher Kanalisation ist ein Meisterwerk der Ingenieurtechnik. Die stufenweise Herangehensweise an das freie Abwasser der Emscher wird in den nächsten Jahren einen deutlichen Zusatznutzen für die Menschen in Dortmund und der Umgebung bringen", sagt Dr. Uli Paetzel, Vorsitzender des Vorstandes der EMSG.

Die Emscher Kanalisation (AKE) in Dortmund ist 6091 m lang. In den letzten Jahren wurden dafür bereits 1430 Rohrelemente mit einem Gewicht von 16 000t vorverlegt. Zwischen Dortmund und Bottrop wurden zwischen 1,60 und 2,80 m Innendurchmesser und einem Gewicht von 213.747 t Rohrelemente verbaut.

Zusätzlich zum Emscher-Kanal zwischen Dortmund und Bottrop wird die Em-schergenossenschaft im kommenden Jahr die beiden Abwasserpumpwerke in Gelsenkirchen und Bottrop in rund 40 m Wassertiefe in Dienst stellen. Die Kanalisation startet in Dortmund in einer Wassertiefe von ca. acht m unter der Spitze des Geländes und versinkt in einem konstanten Gradienten von 1,50 m pro km bis in eine Wassertiefe von 40 m.

Der Einsatz von Pumpstationen war unvermeidlich, um das Schmutzwasser wieder nach oben zu transportieren. Der Kanal bei der Ortschaft in der Nähe von Düsseldorf hätte ohne sie eine Wassertiefe von rund 80 Meter erlangt. In Bottrop, Gelsenkirchen und Oberhausen entstehen drei neue Großpumpwerke. Bis nach Bottrop wird der Emscher Kanal zunächst nur allmählich in Betrieb genommen, da der Streckenabschnitt bis zur Abwasserreinigungsanlage Bottrop einschließlich der beiden Pumpstationen bereits abgeschlossen ist.

In der Westrichtung bis zum Standort Oberhausen arbeiten die Emschergenossenschaften noch an den beiden letztgenannten drei Kilometer der LFS und der LFS. Die Fertigstellung dieser Streckenabschnitte ist für 2020 vorgesehen, so dass der komplette Kanal, einschließlich aller drei Pumpstationen, 2020/2021 in Betrieb sein wird. Auch die Emscher wird mit der allmählichen Indienststellung der LFS nach Bottrop allmählich rein.

In der Emscher wird die größtmögliche Abwasserentsorgung durch die LFS 2020/2021 erreicht. Einblick in den Absaugraum der neuen Pumpstation auf dem Areal der Abwasserreinigungsanlage in Bottrop. Als öffentlich-rechtliches Unternehmen der Wasserwirtschaft erfüllt die Firma mit moderner Managementmethodik effiziente Gemeinwohlaufgaben und folgt dem genossenschaftlichen Prinzip als Leitbild des eigenen Tuns.

Es wurde 1899 als erste Einrichtung dieser Art Deutschlands ins Leben gerufen und ist seitdem unter anderem für die Instandhaltung der Emscher, die Abwasserbeseitigung und -behandlung sowie den Schutz vor Hochwasser zuständig. Bereits seit 1992 projektiert und realisiert die Em-schergenossenschaft das Erzeugungsprojekt Em-scher-Umbau, in das über einen Zeithorizont von rund 30 Jahren 5,266 Mill.

Rund 80 Prozent davon tragen die Mitglieder der Evangelischen Gesellschaft, also Bergleute, Wirtschaft und Selbstverwaltung.

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